Meine erste Begegnung mit Erika – gemeinsam mit ihrer wunderbaren Tochter und Managerin Arabella – fand ausgerechnet in der Cafeteria der Victoria Station in London statt. Drei Reisende auf der Durchfahrt, zwei Stunden Zeit, ein großer Tisch. Am Ende lag er voller Skizzen, Wollknäuel, Notizen – und in der Mitte wir drei mit einer Million Ideen. Erika hatte gerade ihre erste eigene Garnkollektion lanciert und suchte einen europäischen Vertriebspartner. Ich war damals Geschäftsführerin von Selected Yarns und sofort elektrisiert: von der Qualität der Garne, von der Farbpalette – kreidig, wild, überraschend kombinierbar – und von dieser besonderen Handschrift in ihren Schnitten. Selbst voluminöse Garne wirkten bei ihr elegant und selbstverständlich weiblich.
Was mich aber ebenso beeindruckt hat wie ihr Design, war ihre Haltung. Erika entwirft nicht für Trends, sondern für Frauen, für Alltag, für echtes Leben. Oder, wie sie es einmal sinngemäß formulierte: